Dispositionskredit

Der Dispositionskredit (Überziehungskredit) ist ein mögliches Darlehen, das Kreditinstitute ihren Kunden auf laufende Girokonten gewähren können. Die Höhe des Überziehungskredits richtet sich nach der Bonität des Kunden, beträgt bei Arbeitnehmern im Regelfall aber nicht mehr als drei Netto-Monatsgehälter. Grundsätzlich ist der Dispositionskredit ein Kontokorrentkredit, der dem Kontoinhaber gestattet Kontoverfügungen vorzunehmen, ohne dass das Girokonto eine entsprechende Deckung aufweist.

Informationspflicht der Kreditinstitute

Bei einem Dispositionskredit handelt es sich um einen Verbraucherkredit im Sinne des § 492 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Das Geldinstitut ist verpflichtet dem Kontoinhaber folgende Informationen zukommen zu lassen.

  • Obergrenze der Überziehung
  • derzeit gültigen Jahreszins
  • Voraussetzungen für die Änderung des Zinssatz
  • Möglichkeiten der Vertragsbeendigung

Zustandekommen des Dispositionskredits

Der Dispositionskredit kann auf Nachfrage des Kontoinhabers und Zustimmung durch das Kreditinstitut zustande kommen. Bei entsprechender Bonität schreiben die Bankhäuser den Inhaber eines Girokontos an und gewähren von sich aus die Möglichkeit der Überziehung. Teilweise wird dem Kunden ein Dispositionskredit eingeräumt und dies wird lediglich durch eine Notiz auf dem Kontoauszug mitgeteilt.

Zinsen und Gebühren

Bei einer Inanspruchnahme des Überziehungskredits fallen Zinsen an. Der Zinssatz ist von Geldinstitut zu Geldinstitut unterschiedlich, ist aber am aktuellen Marktzins ausgerichtet. Die Zinsen werden lediglich für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag in Rechnung gestellt. Bearbeitungsgebühren oder sonstige Kosten dürfen vom Geldinstitut nicht erhoben werden.

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